vor 10 Monaten

Vantik klärt auf: Die gesetzliche Rente

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Wie genau sieht das mit der gesetzlichen Rente aus? Reicht sie für Angestellte? Und was hat man als Freelancer überhaupt noch davon? Wir haben uns die Vor- und Nachteile der gesetzlichen Rente mal genauer für dich angeschaut...

Hohe Sicherheit, aber keine Flexibilität.

Als Angestellte*r kannst du der gesetzlichen Rente gar nicht entkommen und das ist auch gut so. Denn immerhin hast du dank der gesetzlichen Rentenversicherung im Alter zumindest eine Grundsicherung.

Der Nachteil der gesetzlichen Rente ist, dass sobald du einmal Geld in die Versicherung eingezahlt hast, es im schwarzen Rentenloch verschwunden ist, bis du in den Ruhestand trittst. Du kannst dir bereits geleistete Beiträge in der Regel nicht vorher auszahlen lassen. (Unmöglich ist es nicht, du kannst die Erstattung von Beiträgen zum Beispiel dann beantragen, wenn du deinen Lebensmittelpunkt ins Ausland verlegst.) Die gesetzliche Rente bietet also eine hohe Sicherheit aber keine Flexibilität.

Einen großen Vorteil hat die gesetzliche Rentenversicherung: Deine Hinterbliebenen sind zu einem bestimmten Grad durch Witwen-, Witwer- oder Waisenrenten abgesichert, solltest du vor deinem 67. Lebensjahr sterben. Doch leider sind die Beträge mit denen du letztendlich im Rentenalter rechnen kannst nicht die höchsten. Dafür ist das eingezahlte Geld vor Hartz IV und im Falle einer Insolvenz sicher. Weil die gesetzliche Rente im Alter oft nicht ausreicht, empfiehlt es sich, neben der gesetzlichen Rentenversicherung auch private Altersvorsorgepläne im Auge zu behalten.

Und was ist mit Freelancern?

Tatsächlich kannst du auch als Freelancer in die gesetzliche Rente einzahlen. Wenn du eine sehr sichere Variante mit einer vergleichsweise ordentlichen Rendite von derzeit 2-3% willst, dann ist das eine gar nicht so uninteressante Option. Nachteil ist, dass du wie bei der Rürup-Rente nicht vor Rentebeginn an dein Geld heran kommst, es nicht vererben und dir auch nicht als Einmalbetrag später auszahlen lassen kannst. Vorteil ist, dass es im Gegensatz zu Rürup von Hartz IV und Insolvenz geschützt ist und im Todesfall deine Familie ohne Zusatzversicherung abgesichert ist.

Auch bei der gesetzlichen Rente gibt es zwei Varianten, die, trotz der verwirrenden Bezeichnungen, natürlich beide freiwillig sind.
Bei der freiwilligen Versicherung kannst du einen Monatsbeitrag ein- bis zwölfmal im Jahr in die gesetzliche Kasse einzahlen. Die Höhe des Beitrags kannst du zwischen dem monatlichen Mindest- und Höchstbeitrag von aktuell 84€ bis 1.209€ frei wählen. Wenn man vorher noch keine fünf Jahre in die gesetzliche Rentenkasse eingezahlt hat, sollte man dies als Freelancer so oder so freiwillig tun. Denn sonst verfallen bisher erworbenen Ansprüche.

In den ersten fünf Jahren deiner Selbstständigkeit kannst du dich dafür entscheiden dich pflichtversichern zu lassen. Du zahlst dann, wie Angestellte, regelmäßig 18,6% deines Bruttoeinkommens in die gesetzliche Rente ein. Achtung - du kannst die Pflichtversicherung nachträglich nicht kündigen. Der Vorteil ist jedoch, dass du dafür auch ein Anrecht auf Erwerbsminderungsrente hast.

Übersicht der Vor- und Nachteile der gängigsten Optionen zur Altersvorsorge

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